Fett im Kanal wird teuer
Meldung vom 08.03.2010
Die neusten Abwassermessungen zeigen, dass die Schmutzfracht des Abwassers in der Gemeinde Barbing einen bis zu 10-Mal höheren Fettanteil aufweist als die Abwässer anderer Gemeinden.
Nicht selten kommt es vor, dass aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit altes Fett aus der Schnitzelpfanne oder der Friteuse im flüssigen Zustand in die Toilette oder ins Spülbecken gekippt wird. Aus den Augen - aus dem Sinn. Nein: Fett im Abwasser führt zu Problemen im Haus und im Kanal. Wenn das Fett mit dem Spülwasser den Ausguss des Beckens passiert, ist es meist noch warm. Es schwimmt mit dem Abwasser, getrennt in zwei Phasen (Wasser-Öl-Emulsion) bis es erkaltet und fest wird. Dann setzt es sich ab und verstopft die Leitungen.
Oft verschlimmert sich dies noch durch andere nicht erwünschte Gegenstände (feste Speisereste), die unsinnigerweise in die Toilette geworfen werden und dann im Fettpfropfen hängenbleiben. Wenn der Hausanschluss gespült werden muss, um die Verstopfungen zu beseitigen, wird das für den Hauseigentümer sehr teuer.
Fettabscheider bei gewerblicher Kanaleinleitung
Gewerbetreibende haben einen Fettabscheider vorzuhalten und diesen in gewissen Zeitabständen zu entleeren. Wird der Fettabscheider nicht geleert, läuft er über und das Altfett in den Kanal. Da es sich um erheblich größere Mengen als im Haushalt handelt, ist der Schaden abwassertechnisch wie auch finanziell größer.
Altfettentsorgung
Am Wertstoffhof kann Altfett (tierische und pflanzliche Fette und Öle), aber keine mineralischen Fette, kostenlos abgegeben werden. Zu Hause in der Küche sollten benutzte Pfannen und Töpfe vor dem Spülen trocken gereinigt werden. Ebenso sollten recycelbare Behältnisse (Yoghurtbecher, Konservendosen, etc...) vor dem Spülen mit Küchenrolle ausgerieben werden. Grundsätzlich ist mit Fett und Öl bewusst und sparsam umzugehen.
